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Heuer ohne „Zinseszinseffekte“

11.01.2013 | 10:30 | Nikolaus Koller (Die Presse)

Gehaltsgespräche. Jetzt ist die Zeit dafür: 2013 sind kaum Zuwächse bei den Salären zu erwarten. Mit guter Vorbereitung können Mitarbeiter mehr für sich herausholen.

Optimal sei die Zeit, um Mitarbeitergespräche zu führen, erklärt Conrad Pramböck. Da in vielen Unternehmen das Geschäftsjahr parallel zum Kalenderjahr verläuft, eignen sich die ersten Wochen nach Silvester besonders, um die Leistungen des letzten Jahres Revue passieren zu lassen und einen Ausblick auf die weitere Zusammenarbeit zu wagen, so der Leiter des Bereichs Compensation Consulting Pedersen & Partners. Ein fixer Bestandteil dieser Jahresbeurteilungen sind Gehaltsgespräche. Aufgrund der mäßigen Konjunktur werde es allerdings dieses Jahr besonders schwer werden, dabei viel herauszuholen.

Pramböck rechnet im Schnitt mit Zuwächsen beim Salär von drei Prozent – kollektiv-vertragliche Vorrückungen bereits inklusive. Nach Abzug der Inflation bleibt also kaum eine Steigerung übrig. Der Compensation-Experte empfiehlt dennoch, mit hohen Forderungen in das Gespräch zu gehen: Fünf bis zehn Prozent plus sollten Mitarbeiter verlangen. Auch wenn am Ende der Verhandlung nur ein bedeutend kleinerer Betrag übrig bleibt. Auch mit Alternativen – wie Sachprämien oder sonstigen Vergünstigungen – sehe es dieses Jahr schlecht aus: „Unternehmen sparen auf allen Ebenen“, so Pramböck.

Alternative: Einmalzahlungen

Statt Gehaltserhöhungen könnten Mitarbeiter in diesem schwierigen Jahr versuchen, Einmalzahlungen für sich herauszuschlagen. Diese brächten den Unternehmen zwei Vorteile: Erstens müssten die Gehaltsschemata dann nicht angepasst werden – Pramböck: „Wenn einer im Unternehmen etwas bekommt, dann wollen es die anderen auch“ – und außerdem würden die „Zinseszinseffekte“ durch künftige Steigerungen ausfallen.

Darüber hinaus empfiehlt der Berater Folgendes für das Gehaltsgespräch:


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