Artikel drucken Drucken Artikel kommentieren Kommentieren Artikel senden Senden
oesterreich Prozent Arbeitnehmer Niedriglohnempfaenger

In Österreich 15 Prozent der Arbeitnehmer Niedriglohnempfänger

20.12.2012 | 14:17 |   (APA)

EU-weit sind es im Schnitt 17 Prozent. Bei Frauen ist der Anteil deutlich höher.

15 Prozent der Arbeitnehmer in Österreich sind Niedriglohnempfänger. Dies geht aus einer Statistik mit Daten von 2010 hervor, die Eurostat am Dienstag veröffentlichte. EU-weit betrug der Anteil der Niedriglohnempfänger 17 Prozent.

Als Niedriglohnempfänger gilt, wer zwei Drittel oder weniger des nationalen Medianeinkommens verdient. Die größten Anteile verzeichneten Lettland (27,8 Prozent), Litauen (27,2 Prozent), Rumänien (25,6 Prozent), Polen (24,2 Prozent) und Estland (23,8 Prozent). Die niedrigsten Anteile hatten Schweden (2,5 Prozent), Finnland (5,9 Prozent), Frankreich (6,1 Prozent), Belgien (6,4 Prozent) und Dänemark (7,7 Prozent).

Die meisten Niedriglohnempfänger sind Frauen. In der EU waren es 2010 21,2 Prozent der weiblichen Arbeitnehmer, aber nur 13,3 Prozent der männlichen Arbeitnehmer. In allen EU-Staaten, außer in Bulgarien, war der Anteil der weiblichen Arbeitnehmer mit Niedriglohnverdienst höher als jener der Männer. In Österreich waren 24,8 Prozent der Frauen Niedriglohnempfänger und 8,2 Prozent der Männer.

Je niedriger der Bildungsstand, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit einen Niedriglohn zu bekommen. 35,2 Prozent der Arbeitnehmer mit niedrigem Bildungsabschluss fallen in Österreich in diese Lohnkategorie. Die EU-Statistik zeigt außerdem, dass Niedriglohnempfänger häufiger nur befristete Arbeitsverträge haben. In Österreich hatten 26,3 Prozent der Niedriglohnempfänger einen befristeten Vertrag und 14,4 Prozent einen unbefristeten. In Österreich erzielten unselbstständige Erwerbstätige - ohne Lehrlinge - 2011 ein jährliches Median-Bruttoeinkommen von 24.843 Euro.

AnmeldenAnmelden
DiePresse.com