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Gross global mehr

Arbeitgeber-Ranking: Groß, global und (mehr als) gut

16.11.2012 | 11:32 |  Nikolaus Koller (Die Presse)

Great Place to Work. SAS Institute vor Google: Letzte Woche wurden die „Besten multinationalen Arbeitgeber“ der Welt prämiert.

Die besten Arbeitgeber der Welt scheint es in der IT-Industrie zu geben – wenn es nach den Bewertungen von „Great Place to Work“ geht: Das Institut, das auch in Österreich tätig ist (siehe Info-Box), kürte letzten Dienstag in San Francisco die „Besten multinationalen Arbeitgeber“. Die Top-Position nimmt das Software-Unternehmen SAS Institute vor dem Technologiekonzern Google und der Data-Management-Firma Net App ein. Auf den Plätzen folgen Kimberly-Clark, Microsoft, Marriott, FedEx, W. L. Gore & Associates, Diageo und Autodesk. In Summe wurden 25 Unternehmen in das Ranking aufgenommen.

SAS Institute hat es in 16 Ländern in das nationale Ranking geschafft. Unternehmen, die zumindest in fünf Ländern auf die Liste der „Besten Arbeitgeber“ gekommen sind und mindestens 5000 Mitarbeiter haben – von denen zumindest 40 Prozent nicht im Land des Firmensitzes arbeiten – wurden im Rahmen des „Multinational Rankings“ bewertet. 350 Unternehmen haben die Anforderungen erfüllt. Nach eigenen Angaben hat „Great Place to Work“ im letzten Jahr 5700 Unternehmen in 45 Ländern untersucht.

„Potenzial ist vorhanden“

Erich Laminger, Geschäftsführer von „Great Place to Work“ in Österreich, freut sich naturgemäß, dass auch multinationale Unternehmen, die es schon hierzulande in das Ranking der großen Firmen beim Wettbewerb der „Besten Arbeitgeber Österreichs 2012“ geschafft haben, in der globalen Liste zu finden sind: „Die Auszeichnung von Microsoft Österreich und Accor Österreich unter den 25 Besten ist erfreulich. Beide Unternehmen repräsentieren Wirtschaftsbereiche, die international mit Österreich in Verbindung gebracht werden. Somit leisten diese aufgrund ihrer hohen Arbeitgeberqualitäten ausgezeichneten Unternehmen auch einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum gesamtwirtschaftlichen internationalen Marketing der ,Firma Österreich‘.“

Laminger sieht noch Potenzial für heimische Arbeitgeber im internationalen Vergleich und nimmt dafür Anleihen aus anderen Bereichen: „Für das kommende Jahr wünschen wir uns weiteren Zuwachs österreichischer Unternehmen im nationalen und internationalen Ranking. Das Potenzial ist sicher vorhanden, die Unternehmen müssen sich einfach nur mehr aus ihrer Bescheidenheit herauswagen und zeigen wollen, was auch hinsichtlich der Arbeitsplatzkultur in ihnen steckt.“

Die „Besten“ schaffen Jobs

Die „Besten Arbeitgeber“ bringen aber auch für die Wirtschaft Vorteile: Die 25 „Besten multinationalen Arbeitgeber“ haben im letzten Jahr rund 125.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, wie „Great Place to Work“ vorrechnet. Probleme bei der Suche nach Kandidaten oder mit dem Arbeitgeberimage sollte es für diese Firmen auch keine geben: Die Anzahl der Bewerbungen, die diese Firmen im Jahr erhalten, ist im Schnitt elfmal so groß wie ihre Mitarbeiterschaft.

 

„Great Place to Work“ in Österreich
Das heimische „Great Place to Work“-Institut zeichnet jedes Jahr die „Besten Arbeitgeber Österreichs“ aus. Gestaffelt nach Mitarbeiterzahl werden drei Rankings erstellt: In der Kategorie der großen Unternehmen (mit über 250 Mitarbeitern) wurde 2012 Microsoft mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Die nächste Prämierung findet im kommenden Frühjahr statt. Die Anmeldung für den Wettbewerb „Österreichs Beste Arbeitgeber 2014“ ist bereits ab sofort möglich. „Was die Besten besser machen“ wird von „Great Place to Work“ am 28.November um 16 Uhr auf ihrer Website in Form eines kostenlosen Webinars präsentiert. Nähere Infos unter: www.greatplacetowork.at

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