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Zahl der Beschäftigten hat im 2. Quartal 2012 kräftig zugelegt

13.09.2012 | 10:58 |   (DiePresse.com)

Es gab deutlich mehr unselbstständig Beschäftigte, dafür gingen bei den Selbstständigen Jobs verloren. Die Arbeitslosigkeit ging insgesamt leicht nach oben.

Der Arbeitsmarkt hat sich im 2. Quartal 2012 gemischt entwickelt. Es gab deutlich mehr unselbstständig Beschäftigte, aber auch mehr Arbeitslose. Die Zahl der Selbstständigen nahm ab, die Anzahl der offenen Stellen stagnierte, teilte die Statistik Austria heute, Donnerstag, in einer Aussendung mit. Sehr unterschiedlich war nach wie vor die Arbeitslosenquote bei Inländern (3,8 Prozent), Ausländern (7,9 Prozent) und Jugendlichen (8,4 Prozent), wobei es in allen drei Bereichen einen Zuwachs gab. Bei Älteren ging die Quote von 3,3 auf 3,1 Prozent zurück.

Im 2. Quartal waren 4,191.000 Personen erwerbstätig und 187.300 arbeitslos. Somit stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Jahresabstand um 49.800 Personen an, wobei unselbstständig Erwerbstätige einen Zuwachs von 72.600 verzeichneten. Bei Selbstständigen/Mithelfenden gingen jedoch gleichzeitig 22.800 Jobs verloren. Die Zahl der Arbeitslosen(187.300) und die Arbeitslosenquote (4,3 Prozent) befanden sich im 2. Quartal des heurigen Jahres leicht über dem Vorjahresniveau (175.300 bzw. 4,1 Prozent). Die Zahl der offenen Stellen (75.300) war gleich hoch wie im 2. Quartal 2011.

Die Teilzeitquote der Frauen kletterte vom 2. Quartal 2011 zum 2. Quartal 2012 von 44,4 auf 45,0 Prozent, jene der Männer blieb mit 8,9 Prozent auf dem gleichen Niveau. Teilzeitjobs wurden in den Sparten Handel sowie Erziehung und Unterricht merklich häufiger gezählt. Mehr Vollzeiterwerbstätige gab es vor allem in den Branchen Bau, Herstellung von Waren und im Gesundheits- und Sozialwesen.

Von der leicht gestiegenen Arbeitslosigkeit waren in erster Linie Männer betroffen. Während bei Männern ein Anstieg um 10.800 auf nunmehr 105.600 Arbeitslose verzeichnet wurde, änderte sich die Zahl der arbeitslosen Frauen mit 81.800 kaum. Der Anstieg war auf keine Altersgruppe und keine Bildungsstufe konzentriert.

Ein Vergleich der aktuellen Arbeitsmarktsituation mit der Situation im Krisenjahr 2009 weist im aktuellen Quartal um 53.700 mehr Vollzeiterwerbstätige (Männer) und um 56.900 mehr Teilzeiterwerbstätige (vor allem Frauen) aus als im 2. Quartal 2009, wobei der Zuwachs hauptsächlich bei Unselbstständigen zu verzeichnen war, so die Statistik Austria.

(APA)

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