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Weibliche Chefs in Deutschland verdienen immer noch viel weniger

04.09.2012 | 10:10 |   (APA)

Der Frauenanteil in Chefetagen steigt zwar auf 30 Prozent, die Verdienstlücke beträgt aber noch immer 21 Prozent. In großen Unternehmen sind weibliche Chefs sehr selten.

Frauen schaffen inzwischen häufiger den Sprung in die Chefetagen der deutschen Privatwirtschaft, müssen sich dort aber immer noch mit deutlich weniger Gehalt als ihre männlichen Kollegen zufriedengeben. Zu diesen Ergebnissen kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in einer am Montag veröffentlichten Studie. Weibliche Führungskräfte verdienen demnach 21 Prozent weniger. 2001 betrug die Verdienstlücke sogar 30 Prozent. Frauen kommen zudem weit weniger in den Genuss von Sonderleistungen wie Dienstwagen, Handy oder privat nutzbare Computer.

Der Frauen-Anteil in den Führungsetagen erhöhte sich zwischen 2001 und 2010 von 22 auf 30 Prozent. Allerdings haben in den großen Unternehmen fast ausschließlich Männer das Sagen. "In den Vorständen der 200 größten Unternehmen waren Frauen Ende 2011 mit einem Anteil von drei Prozent nur eine Randerscheinung", schrieb das DIW.

Nach Angaben des Bundesfamilienministeriums liegt die Frauenquote in den Vorständen der Dax-Unternehmen derzeit bei rund 20 Prozent. Unternehmen - die sich die Frauenförderung zum Ziel gesetzt hätten - kämen auf eine Quote von 25 Prozent.

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