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Laendliche Zeitarbeit Arbeitskraefte fuer

Ländliche Zeitarbeit: Arbeitskräfte für die Region

09.07.2012 | 11:21 |   (DiePresse.com)

Die Personalleasing-Sparte des genossenschaftlichen Maschinenring verzeichnet zweistellige Wachstumsraten – und will ihren Beitrag zur Image-Politur der Arbeitskräfteüberlasser leisten.

Der durchschnittliche Hofübernehmer hat mit 18 Jahren eine Ausbildung abgeschlossen, muss aber bis deutlich nach dem 30. Geburtstag warten, bevor er Herr über den Agrarbetrieb seines Vaters wird. Solche jungen Männer stellen die Kernmannschaft der mehr als 5100 Zeitarbeiter, die Matthias Thalers Organisation österreichweit beschäftigt. Der Bundesgeschäftsführer des Maschinenring leitet in seiner Funktion nämlich auch den nach Mitarbeiterzahl fünftgrößten Arbeitskräfteüberlasser des Landes.

Seit 14 Jahren ist die ländlich Genossenschaft neben ihren traditionellen Standbeinen Agrarwirtschaft und Service (beispielsweise Winterdienste) mit der Maschinenring Personal eGen als Arbeitskräfteüberlasser aktiv. Man vermittelt in der Regel Landwirte und Angehörige bäuerlicher Familien – also häufig die eigenen Genossenschafter – an regionale Unternehmen. Meist sind das Kleine und mittlere Betriebe aus den Bereichen Bauwirtschaft, Metall- oder Holzverarbeitung. Im Vorjahr setzte man damit knapp 50 Millionen Euro um, etwa 20 Prozent mehr als noch 2010.

Um gutes Image bemüht


Mittlerweile ein Player in der Branche, will sich die Maschinenring Personal auch am Imageaufputz der Arbeitskräfteüberlasser beteiligen: „Wenn es um Zeitarbeit geht, wird häufig einfach die Diskussion aus Deutschland importiert. Dabei vergisst man, dass das Arbeitskräfteüberlassungsgesetz hierzulande viel weiter entwickelt ist“, sagt Thaler. Damit spricht er das sogenannte Equal-Pay-Prinzip an. Es besagt im Wesentlichen, dass Zeitarbeitskräfte hierzulande laut Kollektivvertrag mindestens soviel verdienen wie die Stammkräfte des jeweiligen Unternehmens.

Gegenüber anderen Anbietern tut sich der Maschinenring aber auch etwas leichter in der Argumentation. Anders als in der klassischen Zeitarbeit, wo stark aus dem Pool der Arbeitssuchenden rekrutiert wird, suchen bäuerliche Arbeitskräfte meist gezielt eine befristete Tätigkeit, etwa im Winter, oder Teilzeitarbeit neben den Aufgaben auf ihrem Hof. Für viele ist die Arbeit beim Maschinenring kein Muss. Deshalb lockt die Organisation mit angemessener Bezahlung, privater Zusatzversicherung und Weiterbildungsmöglichkeiten. Thaler: „Wir sind im Premiumsegment beheimatet.“

(red)

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