Sieben Tipps für Ihr Bewerbungsvideo

05.10.2015 | 17:25 |  Eva Reisinger (DiePresse.com)

Mit einem Bewerbungsvideo auf sich aufmerksam machen, sich gegen andere Bewerber und deren langweilige Lebensläufe durchsetzen. Klingt doch gut, oder?

Artikel drucken Drucken Artikel kommentieren Kommentieren Artikel senden Senden

Gerade in Österreich kann ein Bewerbungsvideo von Vorteil sein, da es noch nicht allzu verbreitet ist. Wer aber nicht zur Lachnummer werden will, bevor er überhaupt angefangen hat, sollte einiges beachten. Nicht jedes Video ist ein gutes Video und manchmal ist es auch besser, die Finger davon zu lassen. Sieben Tipps, wie man auf sich aufmerksam macht, ohne sich dabei lächerlich zu machen.

1. Weniger ist mehr

Bei der Kameraeinstellung des Bewerbungsvideos muss man nicht Quentin Tarantino nacheifern, sondern nur eine möglichst günstige Perspektive auswählen. Meist reicht eine Einstellung vollkommen aus. Kamera auf Augenhöhe platzieren, denn filmt man von unten, wirkt die Person leicht arrogant, dreht man von oben, sieht sie unvorteilhaft aus. Auch auf üble Schwenks oder Spezial-Effekte verzichten, hier ist weniger wirklich mehr.

2. Kleider machen Leute

Kleider machen Leute, wie es so schön heißt, darum ist es wichtig, sich im Video so zu kleiden, wie man es auch im zukünftigen Job tun würde. Wichtig: allzu knallige Farben oder Muster können in der Kamera oft anders wirken als in der Realität. Darum am besten vor dem Dreh testen.

3. Der Wohlfühlfaktor

Wenn sich jemand unwohl fühlt, dann sieht man das. Darum ist es wichtig, sich vorher etwas aufzuwärmen. Optimalerweise überlegt man sich, was man sagen möchte und übt das vor dem Spiegel. Manche Moderatoren meinen, es hilft, wenn man sich eine vertraute Person hinter der Kamera vorstellt, die man beim Sprechen ansehen kann.

4. Wiederholungen

Im Gegensatz zu einem Bewerbungsgespräch, wo jedes ausgesprochene Wort so stehen bleibt, kann man einen Videodreh beliebig oft wiederholen. Darum sollte man sich genügend Zeit nehmen und ihn ein paar Mal machen bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist.

5. Zielgruppe

Dieser Punkt ist besonders wichtig, denn ähnlich wie bei Bewerbungsfotos geht es auch bei einem Bewerbungsvideo nicht darum, sich besonders schön oder cool ablichten zu lassen, sondern das gewünschte Unternehmen zu beeindrucken. Darum den Stil des Videos der Branche anpassen. Je kreativer die Branche, desto kreativer darf auch das Video sein.

6. Dateigröße

Im Gegensatz zu einem Bewerbungsfoto hat so ein Video natürlich eine gewisse Größe, darum eignet es sich nicht als Anhang in einer Mail. Schließlich will man den Posteingang des möglichen Chefs nicht gleich verstopfen. Darum es einfach auf Plattformen wie Vimeo oder Youtube hochladen und nur den Link in der Bewerbung mitschicken. Meist sind die Personalabteilungen selbst neugierig auf Bewerbungsvideos, darum braucht man sich keine Sorgen zu machen, dass es übersehen wird.

7. Kosten bedenken

Haben Sie selbst kein Equipment und Talent und auch niemanden im eigenen Freundeskreis, der bei einem Bewerbungsvideo hilft, dann lohnt es sich, dafür etwas Geld in die Hand zu nehmen. Die Kosten starten circa bei 200 Euro.Wenn man das Video allgemein gestaltet, kann man es auch mehrmals verwenden.

Ganz klar, ein Bewerbungsvideo ist viel Aufwand und nicht zwingend nötig, aber es kann Ihnen den entschiedenen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern verschaffen. Der Arbeitgeber merkt, dass Sie sich bemühen und Ihnen diese Stelle einiges wert ist. Ein Bewerbungsvideo verschafft Ihnen nicht gleich den Job, aber es macht auf jeden Fall auf Sie aufmerksam .

Hier noch ein paar Impressionen, wie man es macht.

Und wie eher nicht.

 

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

AnmeldenAnmelden
DiePresse.com