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Ich bin dann mal weg... Südkorea

25.09.2014 | 16:17 |  Ricarda Kargl (DiePresse.com)

Länderspezifische Unterschiede und Gebräuche bereiten vielen Kopfschmerzen, die im Ausland arbeiten wollen. Die wichtigsten formalen Unterschiede zu einer Bewerbung in Österreich. Von Ricarda Kargl

Der Auslandsguide zeigt, worauf Sie im europäischen und im fernen Ausland besonders achten müssen.

So geht’s in Südkorea
In Südkorea zählt vor allem eines: Professionalität. Gerade im Anschreiben gilt es, sich von anderen Bewerbern zu unterscheiden und gleichzeitig einen professionellen Eindruck zu machen. Erklären sie, wieso gerade Sie gut für den Job geeignet sind – aber bitte ohne arrogant zu klingen.

Die meisten Unternehmen verwenden vorgefertigte Formulare für Bewerbungen. Einige bieten diese auch in Englisch an. Wenn es keine englische Version gibt, lassen Sie die Dokumente übersetzen.

Der Lebenslauf
Auch aus dem Lebenslauf lesen südkoreanische Personaler heraus, ob Sie professionell genug sind. Eine ordentliche Gliederung zeigt, dass Sie sich gut organisieren können.

Ganz oben geben Sie alle notwendigen Kontaktinformationen an. Dann folgen Angaben zu Ihrer Person und einige Stichworte zu Ihren Fähigkeiten (Sprachen, Computer etc.). In einer eigenen Rubrik erklären Sie in ein oder zwei Sätzen, warum Sie sich für diese Position bewerben und welche Ziele Sie haben.

Berufliche Stationen und Ausbildung werden in umgekehrt chronologischer Reihenfolge angegeben. In Südkorea darf's gerne mehr sein: Jede Ausbildungsstätte mit Abschlussnote, Auslandserfahrungen und etwaigen außeruniversitären Aktivitäten auflisten. Zum Schluss geben Sie noch einige Referenzpersonen an.

Bloß keine Arroganz beim Interview
Wenn Sie zum Bewerbungsgespräch eingeladen werden, ist Höflichkeit das A und O. Verbeugen Sie sich zuerst, schließlich sind Sie in der niedrigeren Position. Wenn Ihr Gegenüber Ihnen die Hand nicht entgegenstreckt, verzichten Sie auf das Händeschütteln. Wenn Sie arrogant wirken, haben Sie verloren. Seien Sie bescheiden und unterbrechen Sie Ihren Gesprächspartner nie.

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