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Ich bin dann mal weg... Vereinigte Arabische Emirate

30.07.2014 | 12:55 |  Ricarda Kargl (DiePresse.com)

Länderspezifische Unterschiede und Gebräuche bereiten vielen Kopfschmerzen, die im Ausland arbeiten wollen. Die wichtigsten formalen Unterschiede zu einer Bewerbung in Österreich.

Der Auslandsguide zeigt, worauf Sie im europäischen und im fernen Ausland besonders achten müssen.

So geht’s in den Vereinigten Arabischen Emiraten
Stellen Sie Ihre Unterlagen nach angelsächsischem Muster zusammen. Das bedeutet: Nur CV und Anschreiben schicken. Anhänge sind nicht nötig, außer in der Ausschreibung ist ein „Complete Dossier“ gefordert. Wenn Sie sich bei einem heimischen oder deutschen Unternehmen bewerben, sind umfangreiche Mappen mit Anlagen trotzdem gerne gesehen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie beim Personaler nach.

Sie können Ihre Bewerbung auf Englisch verfassen, das muss aber perfekt sein. Arabisch-Kenntnisse sind vorteilhaft, aber kein Muss. Im Motivationsschreiben gilt wie immer im Ausland: Betonen Sie etwaige Auslandserfahrung und schildern Sie, warum gerade Sie für einen Job fern von der Heimat geeignet sind. Auch in Dubai und Co. sind Referenzen gerne gesehen. Geben Sie zwei bis drei Kontaktpersonen in Ihrem Lebenslauf an.  

Eine Abweichung vom angloamerikanischen Lebenslauf gibt es in den Vereinigten Arabischen Emiraten: Ein Foto ist erwünscht. 

Beim Gespräch zählen Details
In den VAE werden Geschäftspartner formell angesprochen. Das gilt auch für den Personaler: Sprechen Sie Ihn sowohl im Bewerbungsschreiben als auch bei persönlichen Gesprächen immer mit dem Titel an. Ein Fauxpas: den Namen falsch aussprechen. Unbedingt vorher erkundigen, wie der Name Ihres Gesprächspartners auf Arabisch richtig ausgesprochen wird.

Ein weiteres Detail bei der Begrüßung: der Händedruck. Ein Handschlag ist üblich, er sollte aber nicht zu stark sein. Das wird als unangenehm empfunden.

Überlegen Sie genau, was Sie zum Bewerbungsgespräch anziehen. Der Status wird in den Vereinigten Arabischen Emiraten an der Kleidung abgelesen. Frauen müssen vorsichtig sein: Wer zu viel Schulter, Ausschnitt oder Bein zeigt, hat verloren. Das empfindet man nämlich als anstößig und verletzend.

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