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Ich komme mit Anhang
Ich komme mit Anhang / Bild: (c) www.BilderBox.com (www.BilderBox.com) 

Ich komme mit Anhang

11.07.2014 | 09:28 |  Ricarda Kargl (DiePresse.com)

Anlagen sind Information und Werbung zugleich. Verschicken Sie Ihre Bewerbung deshalb am besten mit Anhang. Von Ricarda Kargl

So präsentieren Sie ihre Anlagen mit System:

Was anhängen?
Legen Sie auf jeden Fall die Nachweise, die in der Stellenausschreibung verlangt werden, bei. Darüber hinaus sind folgende Unterlagen üblich: Dienstzeugnisse der letzten Stellen, Ausbildungsnachweise, Weiterbildungszertifikate und Arbeitsproben – in dieser Reihenfolge. Das aktuellste Arbeitszeugnis darf nie fehlen. Zeugnisse (vor allem Schulzeugnisse) werden in der Regel eher von Einsteigern mit wenig Praxis angehängt. Bei Fortbildungen gilt: Nur Kursbestätigungen, die für die angestrebte Stelle relevant sind, interessieren den Personaler. Belegen Sie hier vor allem längere Kurse. Auch die Arbeitsproben müssen mit dem Posten zusammenhängen.  

Wie auswählen?

Haben Sie schon so viel gemacht, dass Sie gar nicht wissen, welche Nachweise Sie beilegen sollen? Hier gilt: Qualität vor Quantität. Wer schon länger berufstätig ist, konzentriert sich auf die vergangenen zehn Jahre. Wählen Sie Zeugnisse und Zertifikate so aus, dass sie zur Stelle passen. Das schränkt die Anzahl ein. Hängen Sie nur Belege an, die Sie auch im Bewerbungsschreiben oder im Lebenslauf erwähnt haben.

Wie ordnen?
Der Horror für jeden Personaler: ungeordnete, wahllos beigelegte Anlagen. Wer solchen Anhängen begegnet, verliert schnell die Geduld liest sie nicht. Ordnen Sie deshalb Ihre Unterlagen analog zum Lebenslauf: Wenn Sie dort eine chronologische Aufzählung gewählt haben, bleiben Sie der Ordnung auch im Anhang treu. Haben Sie Ihre aktuellste Station zuerst angegeben, tun Sie das auch jetzt. 

Anhänge können – je nach Umfang – auch in Rubriken unterteilt werden. Teilen Sie die Unterlagen in Arbeitszeugnisse, Ausbildungsnachweise, Kursbestätigungen und Arbeitsproben auf. Wenn Sie sehr viele Belege mitschicken, empfiehlt sich ein Deckblatt mit Inhaltsverzeichnis. So geben Sie einen Überblick über Ihre Leistungen und der Personalverantwortliche kann Ihre Anlagen leichter finden.

Wer die Bewerbung per Mail verschickt, muss besonders auf den Anhang achten. Einzelne Dateien, die undeutlich beschriftet und ungeordnet herumschwirren, sieht kein Personaler gerne. Fügen Sie alle Anlagen in ein Dokument geordnet zusammen. Versenden Sie nur PDF-Dateien, sie sind mit allen Systemen kompatibel. Außerdem verrutscht dann die Formatierung nicht. Auch wenn E-Mails dazu verlocken, so viel wie möglich mitzuschicken: Nicht zu große Dateien anhängen. Die Grenze liegt bei zwei, maximal fünf MB.

Und sonst?
Zeugnisse oder Bestätigungen aus dem Ausland ruhig auch beilegen. Wenn sie weder auf Deutsch noch auf Englisch verfasst sind, müssen Sie sie übersetzen. Bei wichtigen Unterlagen wie Abschlusszeugnissen eine beglaubigte Übersetzung mitschicken. Weniger wichtige Anhänge wie Kursbestätigungen können Sie selbst übersetzen.

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