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Bunte Bewerbungs-Beispiele

07.02.2013 | 11:08 | Nikolaus Koller (DiePresse.com)

Eigene Plakate oder Videos: Ein Motivationsschreiben muss nicht immer nur ein Word-Dokument sein. Ein Überblick über andere Arten, sich in Szene zu setzen.

Bewerber müssen nicht immer ein Dokument in Brief-Form verfassen, wenn sie sich potenziellen Arbeitgebern präsentieren wollen. Gerade in den letzten Monaten hat eine Reihe von Kreativen gezeigt, welche Möglichkeiten es noch gibt.

Online-Dienste wie Visualize.me bieten die Möglichkeit, den eigenen Lebenslauf in eine schicke Info-Grafik zu verpacken. Dabei können Berufserfahrung und Ausbildung optisch so präsentiert werden, dass die wichtigen Aspekte dem potenziellen Arbeitgeber gleich ins Auge stoßen. Worauf bei solchen Darstellungen zu achten ist, haben wir hier beschrieben.

Eine grafische Idee der besonderen Art hat vor Kurzem der Web Product Manager Philippe Dubost gehabt: Auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber hat er - natürlich gut im Web sichtbar - seine Bewerbung im Stil des Online-Händlers Amazon gestaltet. Eine Kurz-Bio gibt es hier ebenso nachzulesen wie Referenzen ehemaliger Arbeitgeber, die im Stil von Kunden-Bewertungen gehalten sind.

Ein Karriere-Klassiker ist inzwischen der Versuch von Matthew Epstein geworden, beim Kommunikationskonzern Google zu landen. Mit seinem Video "Google, please hire me" erzielte der Brite so viel Aufmerksamkeit in der Online-Welt, dass Google ihn zu einem Gespräch einlud. Das hatte Epstein vorher mehrfach vergeblich versucht. Den Job hatte er zwar dann trotzdem nicht bekommen, aber seitdem gibt es eine Reihe von Video-Bewerbungen, die im Netz herumschwirren. Heimische Personalberater sind gegenüber diesen Formaten eher skeptisch.

Die Einbettung von kreativen Bewerbungen in ein Online-Umfeld gehört mittlerweile fast schon zum guten "Bewerber-Ton": So hat auch die deutsche Kreative Christine Heller ihre Video-Bewerbung, die sie darüber hinaus auch mit Infografik-Lebenslauf und Social-Media-Aktivitäten auffettete - in ihren Blog eingebaut. Ähnlich ist auch der Auftritt von Florian Blaschke. Er benutzt seinen Blog Trotzdendorff für die Job-Suche. Ab dem 15. April 2013 steht er allen zur Verfügung, "die im Bereich Redaktion, Corporate Communications oder Social Media gut ausgebildete und effiziente Verstärkung brauchen”.

Noch einen Schritt drastischer hat es Adam Pacciti angelegt: Der Brite mietete eigens Flächen in London an, auf denen er seine Bewerbung plakatierte. Eine eigene Webseite mit Bewerbungsvideo darf da natürlich auch nicht fehlen. Über den Ausgang dieser Aktion lässt der Filmschaffende - wie auch alle anderen beschriebenen Kreativen - seine Zuseher und Leser allerdings im Dunkeln.


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