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Bild: Pixabay 

Die Angst des Bewerbers vor dem Motivationsschreiben

13.07.2016 | 14:02 |  Andrea Lehky (DiePresse.com)

Stellen Sie sich vor, Sie wären eine Ware. Und jetzt preisen Sie sich an. Mit diesen Tricks geht es leichter.

Sie tun sich schwer, sich selbst zu loben? So schwierig ist das gar nicht. So fällt es leichter.

  • AIDA-Formel: Sie ist uralt, stammt aus der Werbung und gilt immer noch. Das A steht für "attention" und soll Aufmerksamkeit erzeugen - hier für Ihr Motivationsschreiben. Das I steht für "interest" und soll den Leser neugierig machen. Das D steht für "desire" und soll den Wunsch wecken, Sie kennenzulernen. Und das letzte A steht für "Action": Auf die Bewerbung soll die Einladung zu einem Gespräch folgen. Genauso strukturieren Sie Ihr Motivationsschreiben: Aufmerksamkeit - Interesse - Wunsch - Handlungsaufforderung.

  • Formulierung: Schreiben Sie in kurzen Sätzen - das ist verständlicher als lange, verworrene Schachtelsatzungetüme. Benutzen Sie aktive Verben statt passive. Und vergessen Sie nicht auf das banale Wort "Bewerbung" im Betreff: Damit jeder weiß, worum es geht.

  • Struktur: Niemand mag Textwüsten. Lockern Sie Ihren Text mit Absätzen oder Zwischenüberschriften auf.

  • Länge: Halten Sie sich kurz. Der Recruiter hat wenig Zeit. Und es gilt: Wer es nicht schafft, seine Motivation auf eine Seite Papier zu bringen, der sollte es lassen.

  • Namen: Der Empfänger Ihres Motivationsschreibens ist ein Mensch. Als solcher will er adressiert werden: mit vollem Namen und Titel. "Sehr geehrte Damen und Herren" zeugt von schlampiger, oberflächlicher Arbeit. Es lohnt sich, an der Rezeption nachzufragen!

  • Unterschrift: Je persönlicher, desto besser. Eine postalische Bewerbung sollte jedenfalls persönlich unterschrieben werden. Bei E-Mails die gescannte Unterschrift einfügen.

  • Datum: Um die Aktualität darzustellen - und weil es im Schriftverkehr dazu gehört - sollte beim Motivationsschreiben jedenfalls das Datum der Bewerbung angegeben werden.

  • Rechtschreibfehler: Wior sollten nicht mehr darauf hinweisen müssen, aber sie kommen leider imemr noch vor. Schlampige Grammatik und Rechtschreibfehler schrecken den Recruiter ab: So gut kann der Kandidat gar nicht sein.
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