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Kamera

Ich, der Video-Star

02.07.2012 | 14:38 |  Nikolaus Koller (DiePresse.com)

Nicht erst seit „Google please hire me“: Bewerbungsvideos liegen im Trend. Doch was sollte beachtet werden?

Zumindest bis zu einem Bewerbungsgespräch hat er es geschafft: Matthew Epstein wollte unbedingt bei Google arbeiten, bislang hatte er trotz mehrmaliger Bewerbungen kein Glück beim Technologiekonzern gehabt. So kam er auf die Idee, ein eigenes Bewerbungsvideo zu erstellen, in dem er – durchaus sehr pointiert – seine Leidenschaft, bei Google zu arbeiten, zum Ausdruck bringt.

Mit der Webseite Googlepleasehireme gelangte der US-Amerikaner zwar nicht zum Traumjob – dafür aber zu weltweiter Beliebtheit im Netz. Unabhängig von diesem Einzelbeispiel: Im Netz tauchen immer mehr Bewerbungsvideos auf. Kandidaten präsentieren sich in Bewegtbildern den Arbeitgebern. Ob das immer gut ankommt, sei noch dahingestellt. Dies sollten Bewerber jedenfalls beachten, damit ein Bewerbungsvideo ein „Hingucker“ ist:

Technische Erfordernisse. Ein Bewerbungsvideo muss keinen Oscar in Schnitt oder Regie gewinnen können. Technisch sollte es dennoch einwandfrei sein: Kein Rütteln bei der Kameraführung, keine abgeschnittenen Köpfe und dergleichen. Auch auf den Ton – nicht zu laut oder leise und gut verständlich – sollte entsprechend geachtet werden. Die notwendige Bildqualität können mitterweile selbst normale Smartphones bieten.

Selbstpräsentation. Durch das Video soll der Bewerber sich selbst in ein gutes Licht setzen. Daher sollte man seine Stärken und den Fit für den Job klar herausstreichen. Ähnlich wie bei einem „persönlichen“ Bewerbungsgespräch sollte der Bewerber daher auch bei den Filmaufnahmen nicht nur auf sein Äußeres achten, sondern auch für Job und Branche adäquat gekleidet sein.

YouTube. Die beste Möglichkeit, sich zu präsentieren, bietet sicherlich YouTube. Das Video sollte dort online gestellt werden – auch, damit es der Personalverantwortliche einfach (ohne externe Player oder Ähnliches) sehen kann. Der Bewerber muss selbst entscheiden, wie gut er dort gefunden werden möchte. Entweder er entscheidet sich für nur eingeschränkten Zugang statt für ein öffentliches Video. Auch mit den Tags kann er – wenn er nur für spezielle User zu finden sein möchte – sparsam umgehen.

Übermittlung. Trotz aller Liebe zum Video: Ein Mail mit einem YouTube-Link ist zu wenig. Wer sich bewirbt, der macht dies noch immer „klassisch“ mit Bewerbungsschreiben und Lebenslauf. Dort sollte allerdings klar der Hinweis auf das eigene Video zu finden sein, damit der Personalverantwortliche darauf aufmerksam wird.

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