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Ich bin jung und brauch' das Geld

"Ich bin jung und brauch' das Geld"

26.02.2014 | 16:02 |  Michael Simmer (DiePresse.com)

Warum guter Verdienst nicht der einzige Grund zum Arbeiten sein soll. Und wie man Gehaltsvorstellungen am besten kommuniziert.

Gerne erkundigen sich Personaler nach bisher gesammelter Berufserfahrung. Oft wird nachgebohrt: "Warum haben Sie sich gerade für dieses Unternehmen entschieden?"

"Der Job war langweilig, aber dafür wenigstens gut bezahlt." Diese Antwort ist suboptimal, kommt aber öfter als gedacht - besonders von Bewerbungs-Neulingen. Spätestens nachdem diese unüberlegte Aussage gefallen ist, wird vermutlich sogar dem Bewerber selbst klar, dass diese Antwort ein gewaltiges Eigentor war. Dieser Fehler darf kein zweites Mal passieren.

Beim Recruiter drängt sich gezwungerner Maßen die Frage auf, was demnach die wahre Motivation des Bewerbers ist. Ist er nur hier, um gutes Geld zu verdienen ohne das Unternehmen aktiv unterstützen zu wollen? Will er seine eigene Karriere bewusst vorantreiben oder ist er nur ein gut gekleideter Tagelöhner?

Gewusst-wie

Selbstverständlich ist gute Bezahlung ein Anreiz, sich für eine Stelle zu bewerben. Das soll und darf jedoch nicht der einzige Grund bleiben. Warum? Ganz einfach: Eine überdurchschnittliche Bezahlung mag zu Beginn über Arbeit, die man nicht gerne tut, hinweghelfen. Doch nur temporär. Um Interesse beim Personaler hervorzurufen, ist es hilfreich, seine eigenen Qualitäten in den Vordergrund zu rücken. Und überhaupt: Man wird nur erfolgreich (beruflich wie privat), wenn die eigene Arbeit Freude bereitet.

Nichtsdestotrotz sind Gehaltsvorstellungen und finanzielle Bedürfnisse Teil des Bewerbungsgesprächs und wichtig für die gesamte Karriere. Es geht jedoch um das Wie. Überzeugen Sie den Recruiter mit Ihren Qualifikationen, Ihrem Auftreten und Ihren wohl überlegten Antworten. Dann ist er eher gewillt, Ihren Gehaltswünschen entgegen zu kommen. Stellen Sie diese nicht an die erste Stelle - aber lassen Sie sie auch nicht komplett außen vor. Denkt der Personaler, sein Unternehmen ist für Sie nur Mittel zum Zweck, so werden Ihre finanziellen Wünsche wahrscheinlich nicht erfüllt. Im Gegenteil: Den Job wird jemand anderes bekommen.

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