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Der Sturkopf und der Denkfaule - Die etwas anderen Kollegen

Der Sturkopf und der Denkfaule - Die etwas anderen Kollegen

05.02.2014 | 09:07 |  Michael Simmer (DiePresse.com)

Wie gehen Sie am besten mit Kollegen um, die nicht sofort alles verstehen oder nicht verstehen wollen? Und wie behandeln Sie jene, die glauben, bereits alles zu wissen?

Der Arbeitsplatz ist wie ein großer Tiergarten. Viele unterschiedliche Arten und Gattungen sind dort vertreten. Einige Kollegen meinen, die Antwort schon zu kennen, bevor die Frage überhaupt erst gestellt wurde. Mit ihnen ist nicht gut Kirschen essen. Dann gibt es wiederum die andere Sorte, die ab und zu zwei oder drei Erklärungsversuche benötigt. Sie wollen nicht nachdenken oder sind oft nicht im Stande dazu. Der Umgang mit beiden Sorten Mensch will gelernt sein.

Gleich vorweg: Nur weil Ihr Kollege die Aufgabe nicht sofort versteht, ist er nicht gleich dumm. Meist sind Stress oder private Probleme der Grund für mangelnde Konzentrationsfähigkeit. Oft ist es aber auch Faulheit oder gar Bosheit. Die Angst, den eigenen Kopf zu benutzen, oder die Gelegenheit, einem anderen Kollegen eins auszuwischen. Diese Kollegen warten auf Anweisungen und führen diese aus, ohne nachzudenken. Sie hinterfragen nicht. Das ist keineswegs die ideale Art und Weise, eine Aufgabe zu lösen, keine Frage.


Keine Angriffsfläche bieten


Als Chef oder Kollege steht man hier oft in der Zwickmühle. Ein Streitgespräch führt in solchen Situationen zu nichts. Kritik ist aber durchaus angebracht und notwendig. Bevor Sie jedoch Ihren Standpunkt äußern, stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Arbeit fehlerlos getan haben. Bieten Sie dem Gegenüber so wenig Angriffsfläche wie möglich, so vermeiden Sie Ärger. Weisen Sie Ihren Angestellten oder Kollegen höflich auf seinen Fehler hin. Bleiben Sie gelassen und fragen Sie nach, was der Grund für das Verhalten ist. Kommen derartige Situationen öfter vor, dann sprechen Sie mit Kollegen und arbeiten Sie gemeinsam an einer Lösung. Ist der Kollege jedoch nicht bereit, die Situation zu überdenken, so scheuen Sie nicht vor einem Gespräch mit dem Vorgesetzten.


Auf der anderen Seite nun der Kollege, der die Weisheit sprichwörtlich mit dem Frühstück zu sich genommen hat. Er weiß alles besser, ist stur und hat immer die einzig richtige Lösung parat. Ein schwieriger Fall. Hier ist Durchsetzungsvermögen und punktgenaue Argumentation unerlässlich. Verdeutlichen Sie Ihre Ziele – bestimmt, aber immer höflich. Ihr Gegenüber muss spüren, wie ernst Ihnen die Sache ist und wie überzeugt Sie von Ihrem Standpunkt sind. Das beste Argument: Engagement! In besonders schweren Fällen hilft es, zunächst andere Kollegen oder auch Vorgesetzte von der eigenen Position zu überzeugen. Gegen ein starkes Team sind solche „Besserwisser“ chancenlos.

In beiden Fällen gilt: Treten solche Fälle regelmäßig auf, dann führt kein Weg um ein persönliches Gespräch herum. Solche Situationen sind keine Dauerzustände. Sie schaden nur der Stimmung im Büro und nagen an Ihren Nerven.

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