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Über Leichen zur Beförderung

Über Leichen zur Beförderung

16.01.2014 | 12:38 |  Michael Simmer (DiePresse.com)

Egoismus ist grundsätzlich ein negativ besetzter Begriff. Doch ist er im Job wirklich immer fehl am Platz?

ICH, ICH, ICH! Unsere westliche Gesellschaft hält nichts von Egoisten. Sie scheren sich nur um sich selbst und alles rundherum kümmert sie nicht. Wie es den Mitmenschen ergeht, spielt keine Rolle. Was auf den ersten Blick nach einer unausstehlichen Persönlichkeit klingen mag, kann im Berufsleben durchaus seine Vorteile haben.

Kann man ohne „gesundem Egoismus“ heutzutage überhaupt noch Karriere machen? Nicht unmöglich, aber problematisch. Ohne Eigennutzen wird es schwierig, (selbst)gesetzte Karriereziele zu erreichen. Um ein Team auf den Gipfel zu führen, muss ich an erster Stelle selber auf den Gipfel wollen. Da wird auf dem Weg das eine oder andere Hindernis zu überwinden sein. Wieweit solche Barrieren umgangen oder durchbrochen werden, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Es ist in jedem Fall von Vorteil, im Bewerbungsgespräch nicht nur gruppendynamische Eigenschaften zu erwähnen. Diese sind selbstverständlich für den Erfolg unabdingbar. Ein gewisses Maß an Egoismus zeigt jedoch, dass man sich auch durchsetzen kann, wenn es denn notwendig ist.


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