Bloggen – wofür? Für die Karriere?
19.12.2012 | 15:05 | Nikolaus Koller (DiePresse.com)
Aufwand, Nutzen, Spaß: Worauf zu achten ist, wenn man seine Meinungen ins Netz stellt und sich somit (zwangsläufig) auch positioniert.
Spaß muss im Vordergrund eines jeden Auftritts im Internet stehen: Wer verkrampft versucht, sich zu präsentieren, der kann sich die Mühe sparen. Bloggen bietet eine sehr umfassende Möglichkeit, seine Gedanken mit anderen zu teilen. Wer sich dafür interessiert, hier aktiv zu werden, der sollte diese Empfehlungen beachten:
Aufwand-Nutzen-Rechnung: Es gibt viele Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen und mit anderen (neuen) Menschen in Kontakt zu kommen. Ein Blog gehört dabei sicherlich zu der aufwendigeren Sorte. Unabhängig vom „Spaß-Faktor“: Bevor ein solcher gestartet wird, sollte man sich darüber im Klaren sein, ob es sich überhaupt „rentiert“.
Ziel: Jeder Blogger hat einen Grund, warum er dies macht. Dabei muss es nicht immer darum gehen, die Welt zu verbessern, aber eine klare Ausrichtung macht Sinn. Das spürt auch der Leser!
Relevanz: Es gibt Millionen von Themen da draußen – je spezieller, desto besser. Denn Kopien gibt es schon zu viele. Allerdings sollte das eigene Blog-Thema auch für eine größere Zahl an Menschen relevant sein. Sonst fehlen schlicht und einfach die Leser.
Aktualität: Je eher die Themen am Puls der Zeit sind, desto eher werden sich Leser dafür finden. Das kann für die breite Allgemeinheit genauso gelten wie für ein klar abgegrenztes Zielpublikum.
Frequenz: Viele Blogs werden zu Beginn eifrig befüllt – mittelfristig geht den Autoren aber dann die Luft aus. Wichtig ist dabei, eine kontinuierliche Frequenz zu erreichen.
Positionierung: Leser lieben Überraschungen – ein Blog ist eine schöne Möglichkeit, seine vielfältige Persönlichkeit zu präsentieren. Eine klare Ausrichtung des Auftritts sowie der eigenen Stärken und Themen sollte allerdings immer im Vordergrund stehen.
Verbreitung: Werbung in eigener Sache ist unbedingt notwendig, um gelesen zu werden. Gerade am Anfang bedarf es eines koordinierten Vorgehens, um ein gewisses Maß an Bekanntheit zu erreichen.
Kontaktmöglichkeiten: Interaktion ist alles. Seinem Leser keine Chance zu geben, zu fragen, zu kommentieren oder auch den Beitrag zu empfehlen, zeigt nur von einem 1.0-Verständnis.
„Human Touch“: Auch wenn es viel um berufliche oder fachliche Themen geht: Es darf ruhig auch „menscheln“. Und: Leser wie User lachen gerne!















