Artikel drucken Drucken Artikel kommentieren Kommentieren Artikel senden Senden
Bild: Pixabay 

Wie man ein Assessment Center überlebt (5/14)

30.10.2017 | 05:00 |   (DiePresse.com)

Serie. „Das ist der größte Blödsinn, den ich je gehört habe.“ Was tun Sie, wenn man Sie attackiert?

Sie haben in der Präsentation Ihr Bestes gegeben. Doch statt Applaus ernten Sie Beleidigungen. „Sie verschwenden meine Zeit“, funkelt Sie der Juror böse an. Wie reagieren Sie?

Solche AC-Übungen heißen „Präsentationen auf verlorenem Posten“. Bleiben Sie ruhig. Es geht nur darum, ob Sie Ihrer Linie treu bleiben. Manchmal kommen Ihnen schon die Angaben verdächtig zwiespältig vor: wenn es etwa keine eindeutige Lösung gibt. Egal für welche Sie sich entscheiden, man kann Sie wegen der anderen Variante angreifen.

Wenn Sie das vorhersehen, nehmen Sie die Schwachpunkte vorweg bzw. füllen Sie Ihren Köcher mit guten Antworten:
.Pauschalangriffe kontern Sie mit „Was genau stört Sie?“.
.Haben Sie einen Teil der Angabe weggelassen, um zu einer guten Lösung zu kommen, begründen Sie das ruhig und gefasst: „Mir schien diese Information relevanten, und zwar aus folgenden Gründen“),
.Kommen Gegenargumente, begrüßen Sie die: „Sie sprechen einen wichtigen Punkt an“. .Unterstellt man Ihnen eine Fehlentscheidung, kontern Sie mit „Für mich liegt die Priorität bei…, deshalb komme ich zu diesem Schluss.“

Tipp, weil sich auch selbstbewusste Menschen bei Präsentationen oft unzulänglich fühlen: Machen Sie sich nichts draus, wenn Sie das Thema in der kurzen Zeit nur rudimentär bearbeiten konnten. Präsentieren Sie, was Sie haben, und zwar begeistert und überzeugt. Die Jury weiß haargenau, dass Sie gar nicht fertig werden konnten. Wichtig ist nur, dass Sie die vorgegebene Zeit akribisch genau einhalten.

Morgen: Das Rollenspiel


Unsere neue Serie ist an das Standardwerk „Assessment Center erfolgreich bestehen“ des AC-Spezialisten Johannes Stärk angelehnt. Jeden Werktag stellen wir einen Aufgabenblock vor. Und natürlich auch, wie man ihn knackt.

AnmeldenAnmelden
DiePresse.com