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Ich bin dann mal weg... Türkei

14.08.2014 | 15:52 |  Ricarda Kargl (DiePresse.com)

Länderspezifische Unterschiede und Gebräuche bereiten vielen Kopfschmerzen, die im Ausland arbeiten wollen. Die wichtigsten formalen Unterschiede zu einer Bewerbung in Österreich.

Der Auslandsguide zeigt, worauf Sie im europäischen und im fernen Ausland besonders achten müssen.

So geht’s in der Türkei
Für türkische Arbeitgeber ist dieZweisprachigkeit von Bewerbern aus Österreich natürlich besonders interessant. Mit Deutschkenntnissen kann man punkten, schließlich ist Deutschland ein wichtiger Handelspartner der Türkei. Wenn Sie beide Sprachen beherrschen, kehren Sie das im Bewerbungsschreiben hervor.

Ein Pluspunkt: eine zweisprachige Bewerbung. Anschreiben und Lebenslauf sowohl auf Türkisch als auch auf Deutsch schicken.

Persönliche Kontakte sind in der Türkei sehr viel Wert. Wer einen gemeinsamen Kontakt mit dem Personaler hat, muss das unbedingt schon am Beginn des Anschreibens erwähnen. Ideal: „Auf Empfehlung von Herrn Sowieso...“

Wie bei jeder Bewerbung im Ausland: Schildern Sie, warum Sie in die Türkei wollen und was Sie dafür qualifiziert. Auch in der Türkei sind unpersönliche Anreden („Sehr geehrte Damen und Herren“) ein No-Go.

Der Lebenslauf
Ein türkischer Lebenslauf muss kurz und prägnant sein. Eine, maximal zwei Seiten soll er umfassen. Geben Sie Ihre beruflichen Stationen – und als Einsteiger Ihre Ausbildungsstätten –  tabellarisch an, beginnend mit der aktuellsten. Junge Bewerber können auch die Namen ihrer Eltern im Lebenslauf erwähnen. 

Ein Foto ist üblich. Weil türkische Personaler viel Wert auf die Kleidung legen, ist Anzug oder Kostüm am Bewerbungsfoto Pflicht.

In der Türkei sind Anlagen gern gesehen. Schicken Sie deshalb sämtliche Zeugnisse und Zertifikate mit. Sind sie in Deutsch verfasst, müssen Sie sie übersetzen. Eine Beglaubigung ist aber üblicherweise nicht nötig.

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