Artikel drucken Drucken Artikel kommentieren Kommentieren Artikel senden Senden
Ich bin dann mal weg... Südafrika
Ich bin dann mal weg... Südafrika / Bild: (c) APA/EPA/VALERIE KUYPERS (VALERIE KUYPERS) 

Ich bin dann mal weg... Südafrika

24.07.2014 | 10:17 |  Ricarda Kargl (DiePresse.com)

Länderspezifische Unterschiede und Gebräuche bereiten vielen Kopfschmerzen, die im Ausland arbeiten wollen. Die wichtigsten formalen Unterschiede zur Bewerbung in Österreich.

Der Auslandsguide zeigt, worauf Sie im europäischen und im fernen Ausland besonders achten müssen.

So geht’s in Südafrika
Bei den Unterlagen sind Motivationsschreiben (hier „Cover letter“) und Lebenslauf (CV) wichtig. Das Anschreiben soll maximal eine Seite lang sein, ausschweifende Werbung für sich selbst wird nicht gern gesehen. Zählen Sie hier Ihre Fähigkeiten nicht nur auf, sondern beweisen Sie sie: Schildern Sie anhand konkreter Stellen und Aufgaben, worin Sie gut sind. Wenn Sie bereits Erfahrung im Ausland gesammelt haben, betonen Sie das. Vor allem Jobs am afrikanischen Kontinent kommen gut an. Außerdem wichtig: Das Anschreiben muss förmlich, aber persönlich verfasst werden. Erkundigen Sie sich nach Ihrem Ansprechpartner und sprechen Sie Ihn unbedingt mit dem Namen an.

Beim Curriculum Vitae empfiehlt sich eine Gliederung beginnend mit der aktuellsten Stelle. Da südafrikanische Personaler viel Wert auf Berufserfahrung legen, interessieren sie vor allem Ihre letzten Stationen. Anders als im angloamerikanischen Raum ist in Südafrika das Foto noch sehr wichtig: Wenn Sie sympathisch und souverän wirken, ist das ein Pluspunkt.

Hürden bei der Bewerbung 
Die Anerkennung von europäischen Abschlüssen kann ein Problem werden. Legen Sie trotzdem Ihre Zeugnisse mit englischer Übersetzung bei. Viel wichtiger sind aber persönliche Referenzen: Empfehlungsschreiben (ebenfalls in Englisch) werden gerne sehen.

In Südafrika gibt es elf offiziell anerkannte Amtssprachen. Sehr gute Fremdsprachenkenntnisse, vor allem in Englisch, Französisch oder Afrikaans sind deshalb essenziell.

Weil die Arbeitslosigkeit in Südafrika sehr hoch ist, will man zuerst die einheimische Bevölkerung beschäftigen, bevor am Ausländer aufnimmt. In einigen Branchen werden trotzdem Fachkräfte aus dem Ausland gesucht: Ingenieure, Handwerker und Techniker sind beliebt. Auch der Tourismus, der Finanzsektor und das Pflegewesen brauchen Personal.

Wichtig für die Planung: Wer in Südafrika arbeiten will, braucht eine Arbeitsgenehmigung. Dafür müssen Sie bereits eine fixe Stelle vorweisen. Beantragen Sie Visum und Arbeitsbewilligung von Österreich aus und planen Sie dafür genug Zeit ein. Das gilt übrigens auch für bezahlte Praktika. Unbezahlte Ferienjobs und Freiwilligenarbeit können mit einem einfachen Touristenvisum geleistet werden.

AnmeldenAnmelden
DiePresse.com