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Nach JobInterview

Nach dem Job-Interview

07.03.2013 | 14:21 |  Nikolaus Koller (DiePresse.com)

Das Gespräch ist gut gelaufen. Warten, anrufen oder weiter bewerben? Was nun zu tun ist.

Das Gefühl ist gut, es scheint alles glatt gelaufen zu sein. Das Bewerbungsgespräch ist vorüber. Doch was soll der Kandidat danach machen? Warten? Initiativ werden? Die Wirtschaftswoche hat vor Kurzem einige Empfehlungen dazu abgegeben – wir haben uns damit auseinander gesetzt und diese um weitere ergänzt:

Danke sagen: Die Kollegen empfehlen, sich nach Ende des Gesprächs nochmals zu bedanken. Dies ist sicherlich eine nette Geste, in Österreich aber wohl eher unüblich.

Fristen klären: Wer am Ende des Gesprächs nicht genau geklärt hat, wie es weiter geht, der sollte dies jedenfalls sehr bald nachholen.

Nicht nerven: Auch wenn man dien Job wirklich gern machen möchte – bei allem Interesse sollte man den Verantwortlichen nicht auf die Nerven gehen. Also Ruhe bewahren!

Warten: Die Frist für die Bewerbung läuft heute aus? Trotzdem braucht man nicht gleich zum Hörer greifen und warten. Nachfragen ist gut, aber nicht zu bald.

Weiter bewerben: Egal wie gut das Gespräch gelaufen ist. Eine Job-Garantie gibt es nicht. Es empfiehlt sich daher, sich weiter zu bewerben.

Darüber hinaus geben wir noch diese Ratschläge für die „Wartezeit“:

Klar kommunizieren: Wer sich weiter bewirbt, sollte seine Aktivitäten in alle Richtungen offen darlegen. Dabei gilt es allerdings, diplomatisch zu sein und seine Gründe für andere Bewerbungen so darzulegen, dass man nicht gleich aus dem Rennen ist.

Feedback schreiben: Das hilft einem selbst nicht, dafür aber anderen. Arbeitgeberbewertungsplattformen wie Kununu sind wertvolle Orientierungshilfen. Wer seine Erfahrungen dort – anonym – teilt, der hilft anderen, sich schwierige Situationen zu ersparen.

Dritte einbinden: Heikel ist die Antwort auf die Frage, ob man dritte Personen, welche im Wunschunternehmen arbeiten oder den Recruiter kennen, nach dem Status der Bewerbung fragen sollte. Dies kann gut ankommen oder auch als nervend empfunden werden. Diese Taktik erfordert also sehr viel Fingerspitzengefühl.

Job abschreiben: Auch loslassen will gelernt sein. Wenn das Unternehmen sich nicht und nicht meldet, man auf Rückfragen keine Antworten bekommt und nur vertröstet wird, dann sollte man es bleiben lassen. Und das, egal wie gut der Eindruck beim ersten Gespräch war.

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