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Tipps fuer Karrieremessen

20 Tipps für Karrieremessen

20.02.2013 | 16:02 |  Nikolaus Koller (DiePresse.com)

Früh kommen, Termine ausmachen, Fragen stellen: Wie Bewerber punkten können und was sie vermeiden sollten.

Sie gehören zur Orientierung dazu: Nirgendwo können Interessierte so schnell und direkt so viele potenzielle Arbeitgeber treffen und sich über Berufsthemen informieren wie auf Karrieremessen. In ganz Österreich werden in diesem Jahr wieder mehrere Dutzend davon veranstaltet. Wir haben dazu auch eine Übersichtsseite zusammen gestellt.

Wer Karrieremessen allerdings für sich nutzen möchte, der muss eine Reihe von Dingen beachten. Wir haben 20 Empfehlungen zusammengetragen, welche jeder Besucher beachten sollte:

1. Vorbereitung ist das halbe Leben:
Natürlich ist es nett, sich einmal einen Überblick zu verschaffen. Viel besser ist es jedoch, sich die Aussteller und Angebote bereits vorher genau anzuschauen und attraktiven Ständen gezielt einen Besuch abzustatten.

2. Rahmenprogramm nutzen:
Oft werden viele Workshops und Diskussionen angeboten. Diese bieten meist hilfreiche Empfehlungen an.

3. Termine vereinbaren:
Die Profis unter den Messbesuchern kontaktieren die Personalverantwortlichen und machen sich vor Ort direkt einen Gesprächstermin aus.

4. Zeitplan erstellen:
Wer viel auf einer Karrieremesse vor hat, der sollte seinen Besuch auch gut planen.

5. Ausreichend Zeit einplanen:
So ein Messetag kann schnell wieder vorbei sein. Private Termine und Rendez-vous sollten an einen anderen Tag gelegt werden. Es wäre zu schade, wenn das Gespräch mit einem Personalchef wegen eines privaten Termins unterbrochen werden müsste!

6. Gesprächspartner suchen:
Nicht immer wird am Messestand der Personalchef oder der nächste Vorgesetzte selbst zu finden sein. Wer aber fix plant, bei einem Unternehmen vorbei zu schauen oder sich – siehe Punkt 3 – konkrete Gespräche vereinbart, der sollte sich natürlich über seinen Gesprächspartner vorab informieren.

7. Auf die Kleidung achten:
Ein Messebesuch ist kein Vorstellungsgespräch. Nichts desto trotz sollten Besucher, die einen guten Eindruck hinterlassen wollen, auf ein gepflegtes und seriöses Erscheinungsbild achten.

8. Lebenslauf mitnehmen:
Aus einem guten Gespräch kann schnell eine Bewerbungssituation werden. Da zahlt es sich aus, einen aktuellen CV in der Tasche zu haben. Wer für alle Fälle gerüstet sein möchte, der hat gleich mehrere eingesteckt.

9. Follow-up-Termin ausmachen:
Ein nettes Gespräch soll nicht das Ende einer potenziellen Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Beziehung sein. Wichtig ist, jedenfalls nächste Schritte nach dem ersten Kennenlernen zu vereinbaren. Idealerweise konkretisiert man gleich einen nächsten Gesprächstermin.

10. Alleine gehen:
Man kann seine Freunde auch zum Mittagessen treffen. Wer gezielt Arbeitgeber sucht, der muss diesen Weg alleine gehen.

11. Hände weg von Goodies: Firmen investieren viel Geld in Kugelschreiber, Schokoladen und Co. Diese sollen natürlich auch unters Volk gebracht werden. Nichtsdestotrotz fallen seriöse Kandidaten nicht über die Goodies her: Am Ende des Gesprächs kann – nach vorheriger Rückfrage – eine Schokolade für den Weg mitgenommen werden.

12. Keine Folderstöße sammeln:
Wer sich für eine Reihe von Firmen interessiert, der tut gut daran, Informationsmaterial mitzunehmen. Dieses sollte allerdings lieber in Rucksäcken und Taschen verstaut werden. Zu einem Gespräch am Messe-Stand sollte man die Hände frei haben und nicht den Recruiter mit Broschüren vom Mitbewerb verstören.

13. Fragen stellen:
Beim Rahmenprogramm zuzuhören ist schön und gut. Wer wirklich auffallen will, der bringt sich aktiv in Diskussionen ein.

14. Nur auf eine gehen:
Die Aussteller sind manchmal dieselben. Nichtsdestotrotz empfiehlt es sich, mehrere Karrieremessen zu besuchen. Das Schlimmste, was einem dabei widerfahren kann, ist ein schönes Wiedersehen mit einem (Recruiter-)Bekannten vom letzten Mal.

15. Web-Tipps beachten: Viele Organisatoren haben eine Reihe von Empfehlungen für Messebesucher auf ihren Webseiten. Jede Messe ist etwas anders: Daher empfiehlt sich ein Blick auf die Messeseiten.

16. Früh kommen:
Am Nachmittag ist meist schon weniger los, die Unternehmensvertreter am Stand haben mehr Zeit für einen. Zu Beginn des Messetages sind oft Wartezeiten angesagt. Da Personalchefs und Führungskräfte – sofern sie auf der Messe vorbeischauen – meist im Laufe des Vormittags da sind, empfiehlt es sich, dann auch beim Stand vorbeizuschauen. Profis machen das natürlich nicht auf gut Glück, sondern beherzigen Tipp Nummer 6.

17. Spontanität zulassen:
Aller Planung zum Trotz: Wenn ein Stand jemandem ins Auge spricht oder sich ein spontanes gutes Gespräch ergibt, dann sollte man die Planung über den Kopf werfen. Mit gegenseitiger Sympathie beginnen die meisten Arbeitgeber-Beziehungen.

18. Kontaktdaten notieren:
Nicht jeder Student hat eine Visitenkarte, dennoch empfiehlt es sich, seine Kontaktdaten bei potenziellen Arbeitgebern zu deponieren. Idealerweise sind diese auf einem CV - wo das dazugehörige Bild auch für die Wiedererkennung sorgt - zu finden. Auch von den Gesprächspartnern können Gäste sich gerne eine Visitenkarte (für Nachfragen) geben lassen.  

19.  Pausen machen:
Ein Messetag ist anstrengend. Daher auf Pausen und etwas Zeit zur Reflektion nicht vergessen! Das gibt Energie für weitere Gespräche.

20. Nicht nur auf Messen setzen:
Diese Veranstaltungen sind eine gute Möglichkeit, potenzielle Arbeitgeber kennen zu lernen. Sie sind allerdings weitaus nicht die einzigen. Karriereseiten, Workshops und andere Veranstaltungen: Wer wirklich intensiv sucht, der findet auch den Richtigen.

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