Ich bin dann mal weg … steuerfrei in Pitcairn

26.02.2015 | 14:19 |  Pia Thienen (DiePresse.com)

Lebe lieber ungewöhnlich: Wer nach Pitcairn auswandert, bekommt Land geschenkt und muss keine Steuern zahlen.

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Es klingt zu schön, um wahr zu sein. Da muss es einen Haken geben. Den gibt es. Aber bilden Sie sich Ihre eigene Meinung:

Warum Pitcairn?

Kennen Sie die "Meuterei auf der Bounty"? Dann haben Sie schon von Pitcairn gehört. Die Insel wurde am 2. Juli 1767 vom Seekadetten Robert Pitcairn entdeckt und ist auch unter dem Namen "Insel der Meuterer" bekannt. Sie ist die Hauptinsel der unbewohnbaren Pitcairninseln und liegt einsam im Pazifik, etwa 5000 Kilometer von Neuseeland und rund 5700 Kilometer von Südamerika entfernt. 

Seit 1838 ist die Inselgruppe als letzte britische Pazifikkolonie britisches Überseegebiet. Die knapp 50 Einwohner der einzig bewohnbaren Hauptinsel sind großteils Nachfahren der Meuterer der Bounty und ihren polynesischen Frauen.

Die 4,5 Quadratkilometer große (oder eigentlich kleine) Insel hat schroff abfallende Klippen, die direkt ins tiefe Meer ragen. Das macht ein Anlegen an der Insel beinahe unmöglich. Einziger Weg, die Insel zu entern, ist die Bounty Bay, die sich seit damals nur wenig verändert hat.

Man besteigt die Insel auf gleichem Weg wie die Meuterer der Bounty, die einen Zufluchtsort vor den britischen Schiffen suchten. Sie setzten ihr eigenes Schiff in Brand und besiedelten das Eiland. Der jahrestag wird noch heute gefeiert: Eine Karton-Bounty wird feierlich angezündet und ein Festmal gekocht.

Die Bewerbung

Die Regierung ist beinahe verzweifelt auf der Suche nach neuen Bewohnern. Gefragt sind Menschen, die längerfristig auf der Insel leben und arbeiten möchten (Online-Bewerbung siehe unten).

Derzeit sind jedoch keine freien Jobs verfügbar. Man muss erfinderisch sein, um sich dort zu beschäftigen. Die niedrigen Lebenserhaltungskosten machen eine Arbeit auch nicht unbedingt notwendig. Sie liegen bei umgerechnet 6300 Euro pro Jahr. Aussteiger haben dennoch schlechte Karten, sie werden nicht gern gesehen.

Ein Pluspunkt: Es gibt kaum Mitwerber. Berichten zufolge ist erst eine einzige Bewerbung eingegangen. Die Chancen auf Annahme stehen also gar nicht so schlecht.

Wer ernsthaft das Auswandern in Erwägung zieht, dem wird geraten, die kleine Insel zuvor zu besuchen. Es ist nicht jedermanns Sache, weitab der Zivilisation mit 50 Menschen zusammenzuleben und nur bei gutem Wellengang alle paar Monate das Festland zu besuchen.

Wenn Sie mit Kindern unter 16 Jahren anreisen, müssen Sie eine extra Genehmigung beantragen. Die Insel geriet vor einigen Jahren auf Grund von Kindesmissbrauchsfällen in die öffentlichen Schlagzeilen. Die Beschuldigten wurden verurteilt. Mittlerweile sollen vor Ort auch ein Polizist und ein Gefängnis im Einsatz sein.

Lust auf Abenteuer? Hier der Link zur Bewerbung: www.immigration.pn

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2 Kommentare
wew111
14.03.2016 09:53
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annmm

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wew111
14.03.2016 09:52
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