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Ich bin dann mal weg... Deutschland

Ich bin dann mal weg... Deutschland

08.07.2014 | 13:46 |  Ricarda Kargl (DiePresse.com)

Länderspezifische Unterschiede und Gebräuche bereiten vielen Kopfschmerzen, die im Ausland arbeiten wollen. Die wichtigsten formalen Unterschiede zur Bewerbung in Österreich.

Der Auslandsguide zeigt, worauf Sie im europäischen und im fernen Ausland besonders achten müssen.

So geht’s in Deutschland

Grundsätzlich sind sich die deutsche und die österreichische Bewerbung ähnlich. Einige Unterschiede gibt es aber schon. Die Unterlagen dürfen in unserem Nachbarland ruhig umfangreicher und formeller sein.

Ein einseitiges Anschreiben und ein Lebenslauf von maximal zwei Seiten sind in Deutschland üblich. Das Anschreiben muss mit einem deutlichen Betreff gekennzeichnet sein. Wenn Sie auf ein konkretes Inserat antworten, geben Sie das in der Überschrift an. Sprechen Sie den Personalverantwortlichen unbedingt direkt an und versenden Sie nur individuelle Bewerbungsschreiben. Standardbriefe sind verpönt. Wenn die zuständige Person in der Ausschreibung nicht angegeben ist, fragen Sie telefonisch nach. Ein „Sehr geehrte Damen und Herren“ wird gar nicht gern gesehen. Auch in Deutschland werden Doktoren oder Professoren mit ihrem Titel angesprochen. „Magister“ wird allerdings in der Anrede nicht verwendet. Gleich wie hierzulande: den Brief handschriftlich unterschreiben.

Inhaltlich gilt sowohl im Anschreiben als auch im Lebenslauf: Berufserfahrung betonen. Ohne Praxis ist es in schon Österreich schwer, einen Job zu bekommen. Für das Ausland gilt das umso mehr. Formulieren Sie Ihre Aufgaben und Positionen konkret. Berufserfahrung ruhig auch im Brief angeben.

Erwähnen Sie bei der Bewerbung im Nachbarland außerdem, warum Sie im Ausland arbeiten wollen. Machen Sie Ihre Motivation für einen Länderwechsel deutlich und erwähnen Sie auch, warum Sie der konkrete Standort interessiert.

Zusätzlich zu Motivationsschreiben und Lebenslauf werden auch zahlreiche Anhänge, wie Zeugnisse, Zertifikate, Belege für Praktika und Arbeitsproben beigelegt. In Deutschland ist es üblich, sehr umfangreiche Bewerbungen zu versenden. Mehr ist also mehr. Wer seine Unterlagen per Post schickt, muss auch auf die Optik achten: Eine seriöse, zur Branche passende Mappe ist ein Muss. Ob Ihre Bewerbung elektronisch oder postalisch erwünscht ist, fragen Sie am besten telefonisch im Unternehmen nach.

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