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Ich bin dann mal weg...Russland
Ich bin dann mal weg...Russland / Bild: (c) www.BilderBox.com (www.BilderBox.com) 

Ich bin dann mal weg... Russland

16.06.2014 | 12:00 |  Alexander Eriksröd (DiePresse.com)

Länderspezifische Unterschiede und Gebräuche bereiten vielen Kopfschmerzen, die im Ausland arbeiten wollen. Die wichtigsten formalen Unterschiede zur Bewerbung in Österreich.

Der Auslandsguide zeigt, worauf Sie im europäischen und im fernen Ausland besonders achten müssen.

Alles in allem wirken russische Bewerbungen für unsere Begriffe oft etwas altmodisch.

So geht’s
Halten Sie das Anschreiben so kurz wie möglich. Persönliche Kontakte sind hier das A und O. Wenn Sie also eine Verbindung zum Unternehmen oder der Branche haben, erwähnen Sie sie in jedem Fall. Auch auf Titel wird großer Wert gelegt. Vergessen Sie sie nicht in der Anrede!

Gleiches gilt für Referenzen. Haben Sie Empfehlungen aus Russland (oder zumindest Osteuropa)? Dann senden Sie auch diese mit. Andere Zeugnisse oder Zertifikate halten Sie für Ihr Vorstellungsgespräch bereit. Ihren Namen und Ihre Adresse sollten Sie sowohl in der Originalschreibweise angeben als auch ins Russische transkribieren.

Der Lebenslauf ist idealerweise nicht länger als eine Seite. Auch hier gilt: Der Stil sollte prägnant und auf den Punkt gebracht sein. Wählen Sie die tabellarische Form; chronologisch oder antichronologisch nach Ihrer Vorliebe. Verzichten Sie auf Zusammenfassungen; gehen Sie lieber Punkt für Punkt die Stationen Ihrer Ausbildung und Berufserfahrung durch. Machen Sie betreffend Layout und Design keine Experimente. Ein Foto wird nicht mitgeschickt.

Einige Gedanken zum Arbeiten in Russland

Sie benötigen eine Arbeitserlaubnis, egal welche Tätigkeit Sie ausüben möchten – ob selbst- oder unselbstständig. Der Arbeitgeber stellt diesen Antrag für Sie. Vergeben werden sie nach einem Quotensystem. Planen Sie in jedem Fall genügend Zeit ein.

Bedenken Sie, dass die Lebenshaltungskosten in Russland enorm variieren. Während es sich in ländlichen Regionen sehr günstig lebt, zählen Großstädte wie Moskau zu den teuersten der Welt. Internationale Führungskräfte werden zwar vielfach deutlich besser entlohnt als in Mitteleuropa. Das allgemeine Gehaltsniveau ist aber niedriger als in Österreich.

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