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Indien - Taj Mahal

Ich bin dann mal weg... Indien

05.06.2014 | 11:21 |  Alexander Eriksröd (DiePresse.com)

Länderspezifische Unterschiede und Gebräuche bereiten vielen Kopfschmerzen, die im Ausland arbeiten wollen. Die wichtigsten formalen Unterschiede zur Bewerbung in Österreich.

Der Auslandsguide zeigt, worauf Sie im europäischen und im fernen Ausland besonders achten müssen.

So geht’s in Indien

Die Bewerbung in Indien weist viele Parallelen zu jener in Österreich auf. Halten Sie Anschreiben und Lebenslauf kurz (eine respektive zwei Seiten). Das Anschreiben sollte nicht mehr als drei bis vier Absätze enthalten und möglichst höflich sowie sprachlich hochstehend verfasst werden.

Der Lebenslauf wird tabellarisch und in umgekehrt chronologischer Reihenfolge verfasst. Verwenden Sie Aufzählungszeichen und heben Sie wichtige Informationen besonders hervor. Einen großen Unterschied gibt es aber: Es ist üblich, die eigene Gehaltsvorstellung im Lebenslauf anzugeben. Es empfiehlt sich, entweder das aktuelle Gehalt oder eine für Sie akzeptable Gehaltsspanne anzugeben.

Anders als in Österreich brauchen Sie kein Foto beizufügen. Zeugnisse bringen Sie, sofern sie nicht ausdrücklich verlangt werden, erst zum persönlichen Gespräch mit. Auf Empfehlungen und Referenzen früherer Dienstgeber wird hingegen großer Wert gelegt. Sollten Sie über solche verfügen, schicken Sie sie gleich mit – besonders, wenn es sich um Empfehlungen von Unternehmen in Indien handelt.

Das erste Bewerbungsgespräch wird gerne am Telefon oder – immer öfter – per Videokonferenz geführt. Seien Sie dabei auf Fragen zu Ihrem Privatleben vorbereitet!

Einige Gedanken zum Gehalt
Das Gehaltsniveau ist allgemein deutlich niedriger als in Österreich. Indische Unternehmen zahlen dabei viel schlechter als internationale Konzerne, die in Indien tätig sind. Die besten Chancen haben Sie, wenn Sie sich als Expatriate eines großen Konzerns bewerben, für den Sie bereits zuvor in einem anderen Land tätig waren.

Allerdings sind auch die Lebenshaltungskosten deutlich niedriger als in Mitteleuropa. In Großstädten wie Mumbai trifft das wiederum sicher nicht zu. Hier zahlt sich hohe berufliche Spezialisierung aus (z.B. im IT-Bereich), die auch auf mitteleuropäischem Niveau entlohnt wird.

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