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Bild: (c) APA (ANATOLY MALTSEV) 

Konfliktmanagement: Verbal-Krieg im Büro

03.06.2014 | 10:29 |  Alexander Eriksröd (DiePresse.com)

So wappnen Sie sich und nützen die nächste Auseinandersetzung zu Ihrem Vorteil.

Die Ziele mögen noch so durchdacht und sinnvoll sein. Es findet sich immer ein Kollege, der  Ihre Ansichten nicht teilt. Konfliktpotenzial en masse.

Ihre wichtigsten Ziele
Es liegt in der Luft des Großraumbüros. Ein Streit keimt auf. Sofort sollten Sie sich fragen, ob das Thema eine Auseinandersetzung wert ist. Sie kann Sie viel Zeit, Geduld und womöglich das gute Verhältnis zu Kollegen oder Vorgesetzten kosten. Daher: Ist Ihnen das Thema wichtig, kämpfen Sie dafür. Falls nicht: Gehen Sie Kompromisse ein, geben Sie nach. Das verschafft Ihnen in der nächsten Diskussion eine bessere Verhandlungsposition und Sie können erwarten, dass man Ihnen dann eher entgegenkommt. Das gilt allerdings nur, wenn Sie nicht bei jeder Schwierigkeit nachgeben! Schwäche wird beinhart ausgenützt.

Provokationen ignorieren

Je persönlicher man beleidigt wird, desto eher reagiert man auf die gleiche untergriffige Art. Damit setzt man eine Kettenreaktion in Gang und entfernt sich mit jedem Schlagabtausch mehr von der Thematik; dem vermeintlichen Auslöser des Konflikts. Selbst wenn Sie die Provokation nicht kalt lässt: tun Sie so. Das ist nach wie vor die effektivste Art, dem Angriff den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Halte deine Freunde nah; deine Feinde jedoch näher.
Ein schwieriger Punkt, zweifelsohne. „Feinde“ sind im Büro-Alltag Kollegen, die untergriffig und rückgrat-elastisch sind und hinter Ihrem Rücken daran arbeiten, die eigenen Interessen durchzusetzen. Wer die Sichtweisen und Positionen dieser Kollegen kennt, kann sofort auf Einwände reagieren, Unstimmigkeiten voraussehen und für ruhige See sorgen.

Mit einer Prise Humor vorgehen
Als Ronald Reagan für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten kandidierte, wurde ihm wiederholt sein hohes Alter vorgehalten. So auch bei einer Diskussion mit seinem damaligen Gegner Walter Mondale. Legendär die Antwort Reagans: „Ich möchte die Jugend und Unerfahrenheit meines Opponenten nicht zu politischen Zwecken missbrauchen.“ Lächeln. Ende.

Im Ensemble mit einem entwaffnenden Lächeln ist gut dosierter Humor Ihre beste Waffe im Büro-Kampf. Doch übertreiben Sie's nicht: Sie wollen die Situation entschärfen, nicht Ihren Gegner lächerlich machen.

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