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Plaudern aus der Trickkiste

15.05.2014 | 11:46 |   (DiePresse.com)

Mentoren sind der ganz private Karriereturbo: Sie teilen ihr Wissen, verraten informelle Regeln und helfen mit praktischen Tipps.

Das hat schon was: eine erfahrene Kollegin, einen etablierten Experten als Karriereturbo an der Seite zu haben. Genau das ist der Job von Mentoren: Sie geben ihr fachliches Wissen und ihre
Erfahrungen an Berufseinsteiger weiter, verraten informelle Regeln und helfen bei der beruflichen und persönlichen Entwicklung. Ganz ohne jedes Vorgesetzten-Untergebenen-Verhältnis. Nicht viele Unternehmen bieten diese Chance an - und ungeschickt ist, wer sie nicht ergreift.

Allerdings gebe es für die Mentees auch ein paar Punkte zu beachten, sagt Andreas Geiblinger, der für das Clusterland Oberösterreich Mentorings organisiert. "Die Chemie zwischen Mentor und Mentee muss stimmen", sagt Geiblinger. Da lohnt es sich, genauer hinzuschauen, mit welcher Einstellung der Mentor an die Sache herangeht. "Mentoren sollen offen und bereit sein, Wissen und Erfahrungen weiterzugeben, den Mentee als gleichwertigen Partner zu verstehen", sagt Geiblinger.
Wenn der Mentee das Gefühl hat, der Mentor will in erster Linie belehren oder zwicke Termine nur in seinen Kalender hinein, empfiehlt es sich, das bei den Organisatoren des Mentorings zur Sprache zu bringen. Denn schließlich sind die Programme in der Regel auf acht bis zwölf Monate angelegt. Vertrauen und Vertraulichkeit sind daher ganz wichtig.

Themenplan entwickeln
Wenn der Mentor nicht aus dem eigenen Unternehmen kommt, sollte der Vorgesetzte des Mentees unbedingt informiert werden. Führungskräfte hätten in aller Regel nichts dagegen, sagt Geiblinger, "denn Mentoring ist nichts anderes als eine spezielle Form der Weiterbildung". Wie jede Weiterbildung ist auch Mentoring  eine Holschuld. Mentees können sich also nicht zurücklehnen und darauf verlassen, dass ihnen Themen aufgetischt werden. Geiblinger empfiehlt daher, gemeinsam einen Themenplan zu erstellen. Schließlich soll bei den regelmäßigen Treffen etwas weitergehen. Geiblinger schlägt als Rhythmus einen Zwei-Stunden-Termin alle drei Wochen vor.

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