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Work-Life-Balance für jedermann

01.04.2014 | 12:15 |  Alexander Eriksröd (DiePresse.com)

Klingt unmöglich, ist es aber nicht. Ein einfaches Kochrezept in vier Schritten führt zum Gleichgewicht.

In den Jahren 1986 bis 1996 wurde der Begriff Work-Life-Balance in den Medien 32 mal erwähnt. 2007 waren es schon 1.674 mal. Jeder spricht darüber, bloß - wie legt man es an?

Die einzige Möglichkeit, Arbeit und Leben im Gleichgewicht zu halten, ist nicht zu arbeiten. Das findet zumindest das US-Satiremagazin The Onion. Dennoch, in Balance zu leben ist möglich. Der US-Blogger Eric Barker beschreibt vier einfache Schritte, damit Sie die Arbeit nicht auffrisst. 

1. Wann ist Schluss?

Die glücklichsten Menschen sind nicht die, die nichts tun. Sie tun sehr viel – aber sie fühlen sich nicht gehetzt dabei. Der Schlüssel lautet: Sie müssen Ihre Arbeit im Griff haben. Es ist ohnehin nicht möglich, alles zu schaffen, egal wie viel Zeit man hineinsteckt. 

Fragen Sie sich: Was ist genau jetzt die wichtigste Sache? Und genau die erledigen Sie. Machen Sie sich bewusst, was auch bis morgen warten können. Und erlauben Sie sich, irgendwann Schluss zu machen.

2. Was bringt wirklich etwas?

20 Prozent unserer Arbeit bringt 80 Prozent der Ergebnisse. Fokussieren Sie auf diese 20 Prozent! Tun Sie nur, was Sie wirklich weiterbringt.

3. Was können nur Sie richtig gut?

Die besten Executives täuschen nicht vor, etwas zu können, worin andere besser sind als sie. Sie schauen sich ihre Performance an und fragen sich, worin sie sich von anderen abheben. Genau das machen sie. Der Rest wird delegiert. 

Übersetzt heißt das: Sie müssen nicht auch noch die Ablage machen, nur weil Sie es können. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Kernkompetenzen und brennen Sie nicht aus.

4. Was ist gerade jetzt wichtig?
US-Präsident Dwight D. Eisenhower hatte eine eiserne Prioritätenregel:
Was wichtig und dringend ist, wird sofort erledigt.
Was wichtig, aber noch nicht dringend ist, bekommt eine Terminzuteilung.
Was dringend, aber nicht wichtig ist, wird delegiert.
Was weder wichtig noch dringend ist, wird auf irgendwann verschoben.

Übersetzt: Eine Arbeit kann dringend sein, aber nicht wichtig. Wenn Ihre Familie mit dem Essen auf Sie wartet, ist das wichtig und dringend. Dann packen Sie zusammen und fahren Sie heim.

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